THESIS / DIE REGENWÜRMER […] INKL. APFEL

MASTERTHESIS

ZHdK, 2016

Text, Grafik, Patrick Gusset Lektorat Dr. Simon Reitze


Die Master-Thesis war als Reflexion über die performative Untersuchung namens «Die Regenwürmer und der Mythos (inkl. Apfel)» angelegt. Drei reflexive Perspektiven wurden künstlerisch und wissenschaftlich zusammengeführt.

 Weitere Infos unter MEHR

Ziel war es die Transformationskette weiterzuführen. Die Transkription der Aufführungsaufzeichnung wurde als Übersetzungsprozess verstanden; ein selektives Auswahlverfahren, dessen Ergebnis ein bestimmtes «Bild» vermittelt und andere (mögliche) ausschloss. Die Transformation, die Handlung (der Akt) des Umformens von einem in einen anderen Zustand, in eine andere Form wurde auf einer zweiten, theoriebezogenen/wissenschaftlichen Reflexionsebene erörtert. Mittels einer abermaligen Adaption des Pedokomparators wurde auf der dritten, «gewendeten» Ebene die reflexive Auseinandersetzung über eine Bildchronik unternommen.

Sie folgte der Chronologie der Transkription und stellte jeweils eine Bildfolge eines szenischen Versuches der Aufführung, einer Bildfolge des Probenprozesses der betreffenden Szene zur Seite. Durch das Raster des Pedokomparators wurde das Werden vor und während der Aufführung sicht- und vergleichbar. Analog zur Transkription wurde auch die Bildchronik als ein Übersetzungsprozess verstanden. 

 

Das Format des Wendebuches impliziert eine Performativität, die eine Verbindung zur performativen Untersuchung herstellen soll. Zudem verweist das Format Wendebuch auf das Prinzip/die Methode des Wiederholens. Das Ende des einen Buches ist zugleich der Beginn des anderen; die Möglichkeit des ständigen Wendens greift die Wiederholung des Probenprozesses auf. Der Inhalt der Bücher aber ist, analog zur Aufführung nicht wiederholbar.

An bestimmten Textstellen der Transkription befindet sich ein Timecode, welcher auf spezifische Bilder in der Bildchronik verweist. Er schafft eine Korrelation zwischen den beiden Büchern und verstärkt dadurch die intendierte Performativität.